Entwicklung Wagi- Areal Süd in Schlieren, 1. Rang

Heterogenität  -  ein lebendiges Stadtquartier

Das Wagi-Areal in Schlieren zeichnet sich durch ein vielschichtiges  Nutzungskonglomerat aus. Mit der Ansiedlung mehrerer Biotechnologie-StartUp-Firmen ist der Aufbau eines eigentlichen Life Science-Zentrums auf dem Wagi-Areal gelungen. Damit hat sich der Standort zu einem Forschungs- und Entwicklungs-Campus mit internationaler Ausstrahlung gewandelt. Diese vorteilhafte nutzungs- und imagemässige Prägung soll in hoher räumlicher Qualität lesbar und lebbar werden. Damit das Quartier urban und lebendig, inspiriert und inspirierend wirkt, sollen Räume und Nischen für die be-stehenden wie auch für neue Nutzer angeboten werden. Vor allem in den transparenten und überhohen Erdgeschossen sollen pub-likumsbezogene Einrichtungen oder Firmen, welche im weitesten Sinn mit dem Forschungs-betrieb verbunden sind, angesiedelt oder innerhalb des Wagi-Areals umge-siedelt werden, um so die gewünschte urbane Heterogenität der Nutzungs-struktur weiter zu führen.

 

Öffnung  -  Life Science in Schlieren

Mit der Neustrukturierung des Wagi-Areals besteht die Chance, die räumliche und funktionelle Vernetzung zwischen Zürcher- und Wagistrasse zu verstärken und sich damit zur Stadt Schlieren hin zu öffnen. Die neuen Bauten sind so gesetzt, dass zusammen mit den bestehenden Gebäuden bereits ab der ersten Etappe interessante Räume und Raumfolgen am richtigen Ort entstehen. Die flächigen, ausgreifenden Gebäude stehen miteinander im Dialog und schaffen durch ihre raumbildenden Figuren einladende und vernetzende Aussenräume. Um den attraktiven Standort zu verdichten, zu akzentuieren und ihn auch von aussen zeichenhaft ablesbar zu machen, entwickeln sich die Volumen im Zentrum des Areals in die Höhe. Zu den grossen zusammenhängenden Geschossflächen der Sockelbauten erweitern die Turmgeschosse das Spektrum des räumlichen Angebots. Sitzungszimmer, Direktionsräume, aber auch Forscherbuden und Gästewohnungen können nebst kleineren Labor- und Büroeinheiten hier untergebracht werden. Die verglasten Kronen dienen den Forschern als Gewächshäu-ser und leuchten in der Nacht wie Laternen.

 

Rhizom  -  vielgliedrige Räume

Der Freiraum im Wagiareal besteht aus einer fliessenden Abfolge von Plätzen, Gassen und Strassenräumen, die sich mit rhizomorphem Charakter durch das Areal ziehen. Um dem Freiraum zu möglichst viel Grosszügigkeit und ho-her Aufenthaltsqualität zu verhelfen, soll längerfristig auch die Wagistrasse aufgewertet und mit den neuen Freiräumen in Einklang gebracht werden. Der einheitliche Belag (ohne Trottoirrand) spannt sich von Fassade zu Fassade und wird mit einer freien Streuung von zellenförmigen Grünflächen und Ginkgobäumen (Ginkgo biloba) bespielt, welche das Zusammenhängende und Verbindende des Campus zusätzlich unterstützen. Die beiden an den Areal-Zugängen gelegenen Bereiche an der Wagi-strasse werden mit einem Baum-dach aus Zürgelbäumen (Celtis australis) akzentuiert, welches in der Nacht von unten angestrahlt wird. Entlang der als Allee neu gestalteten Zürcher-Strasse ziehen sich die Bauten von der Arealgrenze zurück, um einladende und vielfältig nutzbare Vorräume auf Trottoirniveau zu schaffen. Gleichzeitig wird damit der Massstabssprung zwischen den unterschiedlichen Bauten und Nutzungen der beiden Strassenseiten aufgefangen. In Richtung Norden wird die Verbindung zum Naherholungsgebiet entlang der Limmat durch eine neue Personenunter- resp. -überführung verbessert.

Show More

© 2018 by Guagliardi Ruoss.